
ARME SOCKE, DICKE DECKE
Tanztheater
für Kinder ab 4
Unsere jüngste Produktion hatte im Juli 2025 Premiere und ist das dritte Stück in unserem Repertoire, in dem wir uns mit einem der Kinderrechte beschäftigen. In der UN-Kinderrechtekonvention garantiert der Artikel 27 jedem Kind das Recht auf soziale Sicherheit und auf altersangemessene Ausstattung mit allem, was ein förderliches und gebildetes Aufwachsen braucht. Mit anderen Worten: dieser Paragraph stemmt sich gegen die Kinderarmut – von der auch in Deutschland jedes fünfte Kind betroffen ist.
Jedes! fünfte! Kind!

In unserem Stück geht es natürlich nicht um gesellschaftliche und kapitalismuskristische Analysen oder um die Frage, warum in einem der reichsten Länder der Welt jede fünfte Familie von Armut betroffen ist. Auch wenn dies für uns wichtige Aspekte in der erwachsenen und dramaturgischen Auseinandersetzungen der Entstehungsphase waren.

Vielmehr haben wir das Stück auf Basis von Alltagssituationen gestaltet, die Kinder (wieder-) erkennen und in denen wir auf für sie nachvollziehbare Aspekte der Thematik das Augenmerkt richten. Gleichzeitig konnten wir durch die Kombination von Tanz, Malerei, Spiel und Komposition einen ästhetischen Raum kreieren, der auf sinnlicher Ebene einfach Freude macht. Hier können die beiden Performerinnen ihr reiches tänzerisches und körpersprachliches Ausdrucksvokabular nutzen, um auch jenseits der Worte den jungen Kindern einen geschützten und auch humorvollen Raum zu öffnen, in dem sie sich mit ihren Gefühlen und Fragen wiederfinden können.

Zwei Freundinnen, ein Wäscheständer voller Socken, ein anderer mit Decken – und mittendrin versteckte Bilder, zu denen die Zwei jeweils kleine Geschichten erfinden: in denen geht es um zu wenig oder zu viel, um voll ungerecht oder lass uns teilen.
Mika und Lilo spielen vom hungrig-sein und von Socken, die viel zu klein sind oder riesige Löcher haben. Sie erzählen vom Decken-Meer mit den tanzenden Fischen, und wieso haben die eigentlich gestreifte Socken an? Und natürlich bauen sie sich auch eine sehr gemütliche Höhle, in der endlich Platz genug fürs Wünschen ist.
Von Bild zu Bild, mal witzig und mal nachdenklich, entdecken die Freundinnen, wovon man sogar noch mehr hat, wenn man es teilt.







Performerinnen & Dramaturgie: Judith Nüßler-Huhn und Andrea Lucas
Malerei: Sabine Rixen
Komposition: Thomas Marey
Fotografie: Brigitte Lerho
Danke an Theresa Hupp für die Mitarbeit in der Entwicklungsphase und in den ersten Vorstellungen.
Wir freuen wir uns sehr über die Kooperation mit unserem gemeinnützigen Verein Wolkenstein e.V. und der Victor-Rolff-Stiftung.



Von Bonn-Tannenbusch bis Stolberg, von Porz bis Langerwehe, von Frechen bis Sürth: Kitas im ländlichen Raum des Regierungsbezirkes Köln konnten dadurch in 17 Vorstellungen das Stück ausgesprochen kostengünstig durchführen.
Die Produktion wurde gefördert durch:






